Archive für den Monat: März 2009

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Ich habe Angst um mein Geld. Denn Battleforge ist wie ein Sammelkartenspiel. Und bei dem Thema mache ich grad die leidliche Erfahrung mit dem World of Warcraft TCG. Geld, Geld, Geld. Beim Boosterpack-Lotto mitmachen ist teuer, bei Auktionen ersteigern ist teuer. Man will ja gewinnen ^^ Eigentlich hasse ich dieses Prinzip. Irgendwer auf meiner linken Schulter flüstert mir aber ständig ins Ohr: "Du kannst auch mit deinem Deck gewinnenn! Du musst nicht so viel Kohle verbrennen!".
Da bin ich aber gespannt wie weit man mit den mitgelieferten (virtuellen) Karten in Battleforge kommt. Denn eigentlich bin ich sicher, dass alle nur meine Kohle wollen. Insbesondere wenn der Publisher EA heißt.•

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"Die Schwachen müssen von den Starken beherrscht werden"
Der Oberkommandierende

"Du bist der Boss, Boss."
Ein Ork

In martialischen Rüstungen, mit martialischen Waffen auf zum Tode geweihten Schauplätzen wird ohne Furcht bis aufs Blut gekämpft. Orks jagen, Eldar vernichten, Tyraniden flambieren. Und über alles wacht der große Imperator. Totalitarismus total und Krieg als Lebensinhalt.
Das ganze ist an eine Ideologie angelehnt, die mir nicht ganz schmeckt. Aber so ist das nun mal im Warhammer 40.000 Universum. Hier opfert man sich gerne für Volk und Imperator. Denn alle anderen sind böse und möchten uns Space Marines ohne Gnade komplett auslöschen.

Abgesehen davon bin ich total entzückt! Anders kann ich das nicht beschreiben. Warhammer 40.000: Dawn of War 2 fesselt mich immer mehr. In der Beta hatte mich der Multiplayer völlig in den Bann gezogen. Kein Basisbau, interessante Einheiten, hübsche Maps, unterschiedlich zu spielende Fraktionen und Siegespunkteroberung. Das waren die Dinge, die mir viel Spaß bereiteten. Über die Einzelspielerkampagne las ich fast nur Gerüchte. Davon äußerten sich die meisten nicht sehr positiv. Also ging ich die Gefahr ein, dass mir nur der Multiplayer Spaß machen würde.
Dann kam aber endlich mein Exemplar an... ...und ich war wie weggeblasen! Ok, storytechnisch nicht gerade hitverdächtig, die Characktere einigermaßen ok und es gibt fast keine gerenderten Storysequenzen (eher Briefings als Stories). Aber es hatte fünf Ingredenzien für die Sucht:
1. Quests (Missionen)
2. Sammeln von Ausrüstung und Erfahrungspunkten
3. Leveln von Protagonisten
4. Talentbäume
5. Bosskämpfe

Ich werde den Namen des bösen bösen Spiels nicht aussprechen, dass mich zum ersten mal durch diese Inhalte lang an den PC fesselte! Aber das ganze auch noch in einem Strategiespiel! Ok, Glück gehabt, es gibt keine anderen Mitspieler, mit denen ich um die Wette spielen muss. Ihr wisst schon, was ich meine. Solche Sachen wie: Wer hat den größeren Hammer und so...
Natürlich ist das alles nichts neues. Schon SpellForce und gar mein geliebtes WorldShift hatten ähnliche Ansätze. Nur die Umsetzung ist in DoW2 besonders gut gelungen. Leider verschenkt Relic hier viel Potential. Hätten sie sich mit der Story etwas mehr Mühe gegeben, das ganze mit echten erzählenden Zwischensequenzen ausgestattet und die Bosskämpfe interessanter und abwechslungsreicher gestaltet: Epic! Vielleicht nimmt man sich das mal für das erste Addon vor. Dann wird es mit Sicherheit eine Spielelegende.

Am Multiplayer ist eigentlich nur auszusetzen, dass es noch einige unappetitliche Bugs gibt, Stichwort Pop-Cap-Bug, und am Balancing noch etwas gefeilt werden muss. Zu dem nervt es, das man für den Multiplayer sowohl bei Steam als auch bei Games for Windows Live angeneldet sein muss. Marginal ist das Problem, dass der TrueSkill-Mechanismus von GfWL totaler Mist ist. Das matcht oft Beginner mit Pros. Was sehr frustierend sein kann.

Und noch eine Frage an den Publisher: Warum in aller Welt nennt ihr das Spiel Dawn of War 2? Es hat außer dem W40k-Universum nicht viel gemeinsam. Jeder, der einen "echten" Zweiten Teil zu dem guten alten Dawn of War erwartet kann enttäuscht sein. Denn es spielt sich ganz anders als der erste Teil. Aber für mich genau richtig. Ich liebe es! •