Archive für das Jahr: 2009

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Sie wurde mit einer pompösen Zeremonie empfangen. Die Soldaten in martialischer Rüstung bildeten einen Spalier und verneigten sich huldigend. Der Stadtkommandant empfing Lady Comana höflich und schloß die Feier durch ihre Aufnahme in das Heer der edlen Kämpfer gegen die bösen Balaur und Asmodier ab.

Jetzt hatte ich doch Level 10 erreicht. Musste mich durch mehr oder weniger simple und farblose Quests durchkämpfen. Doch ich wusste, dass jetzt erst der Spaß beginnt. Oder beginnt er erst mit Level 25, wenn frau endlich das tun kann, wofür sie erschaffen wurde? Denn eigentlich finde ich PvE nicht so aufregend. Eigentlich will ich den Gegnern zeigen, dass ich ein Held bin, der das Gute bewahren und das Böse besiegen will. Also PvP.

Eigentlich wollte ich bis Guild Wars 2 kein MMORPG mehr anfassen. Aber nach dem ich die ersten Berichte darüber las, kribbelte es tagelang in meinen Fingern. Ich gab auf und bestellte eine Preorder und konnte so dann am letzten Sonntag mit der Erkundung Atreias beginnen. Die Beschwörerin Comana wurde geboren in einem Kampf um Quest.-Mobs und Server-Warteschlangen. Kurz vor Level 10 bekam ich aber Zweifel an der Qualität des Spiels, weil die Quests bisher so simpel und auch ein bisschen langweilig waren. Aber ich will PvP!  ... weiterlesen

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Meine Teammates auf dem Kifferstübchen-Server denken schon längst der Commander sei paranoid. Denn jedes mal wenn etwas passiert, was nach seiner Meinung einfach nicht sein kann, denkt er: Alles Cheater! Könnte es aber auch einfach nur Skill sein? Natürlich. Aber solange er nicht den amtlichen Beweis auf den Tisch bekommt, bleibt das Unbehagen.
Da der Commander weiß, dass es nicht nur offensichtliche sondern auch dezente Cheats gibt, ist er eben oft verunsichert. Gewissheit würde vielleicht eine akribische Analyse einer Spielaufzeichnung bringen. Aber wer macht das schon, nur weil der Commander weint.
Der Cheat-Verdacht ist auch der Grund, warum ich seit längerem Team Fortress 2 nicht mehr anfasse.

Oder ruft da jemand: l2p?•

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Auf den Seiten des Deutschen Bundestages kann man seit dem 7. Juli eine Online-Petition zeichnen, die sich gegen die unnütze Diskussion zum Verbot von sog. "Killerspielen" wendet.
Bisher haben schon über 27.000 (!) Menschen diese Petition mitgezeichnet. Zeigt jetzt auch ihr Flagge und unterstützt diese Petition: Online-Petition gegen Spieleverbot.
Nur bis zum 19. August kann gezeichnet werden. Also hurtig!

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Warum fesselt mich das hin und her Geschiebe virtueller Sammelkarten? Ist es dieser Reiz, ein Rätsel zu lösen? Ein Rätsel, das erstens eine passende Zusammenstellung aus Kreaturen, Bauwerken und Zaubern erfordert und zweitens eine durchdachte Strategie mit effektiven Taktiken benötigt ? Die enorme Kombinationsmöglichkeit und der Spass an Experimenten in Battleforge fesseln mich. Ich habe schon immer gerne mit Leidenschaft Teile zusammengesteckt und zugesehen wie es funktioniert.
Wenn man dann am Ende mit seiner Kartenzusammentsellung auch noch siegt, klopft man sich selber auf die Schulter und lächelt. Dabei ist es egal ob man alleine oder mit anderen gegen den Computer spielt oder ein Spiel gegen andere Mitspieler wagt. Mir macht zur Zeit der Koop-Modus am meisten Spaß. Auch wenn der genau so viel Druck erzeugt wie der Kampf gegen Andere. Auf der Profi Stufe musste ich meine Monster über etliche Maps immer wieder und immer wieder erneut rüber scheuchen, bis ich heraus gefunden hatte was den Sieg bringt. Wenn man dann noch ein paar brauchbare Aufwertungskarten erhält ist die Freude sehr groß.
Man muss nur sehen, das man mit wenig Geldeinsatz ein paar passable Decks zusammenstellen kann. Sonst wird es teuer. Doch wenn man erstmal einige der Schlüsselkarten besitzt wirft man sich den Laborkittel über und das Tüfteln und Ausprobieren in der Schmiede fängt an. Mal Natur mit Frost kombinieren oder mit Pur-Feuer in den Kampf ziehen. Das Suchen nach funktionierenden Karten-Kombos ist recht spaßig und belohnt oft mit Erfolgserlebnissen.
Nur um eins bange ich: Was mache ich wenn EA irgendwann einfach mal die Server ausschaltet? Bits und Bytes sind eben nicht für die Ewigkeit und für EA ist das ein Geschäft und keine Leidenschaft. Wer da reales Geld reinsteckt muss wissen, dass eine Zeit kommen kann, wo es unwiderbringlich in den Taschen anderer Leute zirkuliert. Für mich hat sich das aber bisher wirklich gelohnt, weil ich dafür sehr viel gute Unterhaltung und interessante Rätsel bekommen habe.•

Ob der Verteilungskampf in unserer Gesellschaft mehr oder weniger gerecht abläuft, kann je nach politischem Standpunkt oder "Klassenzugehörigkeit" ganz anders beantwortet werden.
In Spielen kann das aber schon mal eine ziemlich dunkelgraue bis schwarze Färbung erhalten. Ich spreche dabei von solchen Online-Spielen wie World of Warcraft und Battleforge. Auch hier gibt es oft etwas zu verteilen. Etwa wenn in WoW eine Gruppe von Spielern gemeinsam in einer Instanz Bossgegner besiegt und aus dessen Taschen begehrte Gegenstände fallen. Am Anfang wusste keiner wer wann wo was bekommen sollte, also nahm sich jeder was er nur nehmen konnte. Dann fing man an dieses gierige Raffen dadurch zu unterbinden, in dem ein vertrauenswürdiger Leiter die Sachen an die verteilte, die es auch tatsächlich brauchten. Doch auch das führte oft zu Streit und bösem Blut. So wurde deshalb mehr das System genutzt, dass unter den Interessenten um die Beute gewürfelt wurde. Da war man auch schon soweit, dass man urteilen konnte, ob die Beute durch die Klasse oder dem Beruf desjenigen benutzbar ist, um Gierhälse möglichst auszuschließen. Und dieses System funktioniert bis heute ganz gut. Wird aber nur bei mehr oder weniger zufälligen Gruppen und kleinen Instanzen angewendet. Bei größeren Bemühungen, wo die Gruppenmitglieder wochen- oder gar monatelang ihren Schweiß und vor allem ihre Zeit reinstecken funktioniert das aber nicht gut. Denn da sollen diejenigen als erstes und eher belohnt werden, die oft dabei sind und somit auch mehr zum Erfolg beitragen. So enstand das sogenannte DKP (Dragon Kill Point) System. Hier sammelt jeder für seine Teilnahme an einer längerfristigen Unternehmung Punkte. Mit diesen wird die gewünschte Beute ersteigert oder von der Gruppe abgekauft. DKP-Punkte sind somit quasi die Währung der Gruppe. Und nur dieser Gruppe.  ... weiterlesen