Verkauf von Second-Hand-Spielen verhindern?

Warnung: Das ist kein EA-Bashing!

Irgendwie macht sich EA bei mir immer unbeliebter. Schon ihre Preis- und Produktpolitik macht uns Spielern unverblümt klar, dass Sie uns so viel wie nur möglich Geld aus den Taschen ziehen wollen. Es ist eben kein Unternehmen, dass ein Herz für Spieler hat, sondern nur für deren liebe Geld. Ein Liberaler würde jetzt sagen: So sind die Gesetze des Kapitalismus eben und das kann man niemanden verdenken!
Jetzt setzt EA noch eins drauf, in dem Sie den Verkauf "gebrauchter" Spiele ins Visier nimmt. Dieser Handel sei ihnen ein Dorn im Auge gibt der Vize von EA Uwe Intat bei gamesindustry.biz zu Protokoll. Einige Händler würden das sich sogar zu Nutze machen und mehrfach an geistigem Eigentum Anderer verdienen. Hört hört! Da draußen gibt es Leute die etwas verdienen wollen! Aha. Und was will EA dagegen machen, dass nicht nur die professionellen Händler so mieses Tun wie den Wiederverkauf von Spielen? Online. Ja das sagt wohl alles. Man verknüpft das eigentliche Spiel mit Online-Inhalten. Es existieren ja schon so einige Spiele, die nur Online gespielt werden können und der Weiterverkauf nur Sinn macht wenn man auch den Online-Account mitverkauft. Blizzard hat das schon mit World of Warcraft realisiert. Der Verkauf des Accounts ist eigentlich ausgeschlossen. Trotzdem kann man bei Ebay etliche Orcs und Humans für horendes Geld ersteigern.
Den Vergleich mit anderen Sachen läßt der EA-Vize nicht gelten. Normale Verbrauchsgüter wie z.B. Austos hätten eine Abnutzung. Das wäre bei Software nicht so. Aha. Deshalb kann man ältere Spiele für 1€ kaufen, die zum Release 40€ gekostet haben. Ich Solte dem Herrn mal meine komplette Spielesammlung zum Neuwert anbieten. Das könnte mich finanziell sanieren. Spiele haben eben in der Regel eine andere Art der Abnutzung. Zwar verlieren einige Spiele nie an ihrem Glanz, aber ihr Wert sinkt mit der Zeit. So wie bei Autos auch. Und dann kommt vielleicht auch mal die Zeit wo man alte Spiele nicht mehr so einfach Spielen kann, weil die "Abnutzung" der Zeit uns neue Hard- und Software ins Haus gebracht hat. Zwar kann man durch Emulatoren einige wieder zum Leben erwecken, aber wie viele Menschen tun das? Der normale Sims-Käufer wird sich definitiv das neue Teil zulegen. Außer EA hat an dem neuen Teil etwas falsch gemacht. Und genau das ist der Kern daran, was mich an solchem Gebären ärgert: EA ist oft selber schuld wenn sich gewisse Spiele nicht so gut verkaufen und die Leute es lieber zu einem "angemesseneren" Preis später gebraucht kaufen. [b]Gute Spiele verkaufen sich auch gut.[/b] Auch ein Gesetz des Kapitalismus. Das haben schon etliche Beispiele der Vergangenheit gezeigt. Eine Sperre des Second-Hand-Verkaufs egal durch welche Mechanismen, ob durch Hersteller oder gar Gesetzgeber, würde nur die Leute treffen, die sich die Release-Preise eh nicht leisten könnnen.
Also EA laßt das mal. Macht gute Spiele zu einem angemessenen Preis und wir kaufen euch alles ab. Aber Menschen den Verkauf ihrer alten Spiele zu verhindern ist echt mies!

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Commander Z

Bewegte Bilder mit Künstlicher Intelligenz dahinter haben mich immer schon fasziniert. Ich spiele seit Jahrzehnten schon Computerspiele und beobachte den Spielemarkt mit Spannung. Ab und an gebe ich meinen Senf dazu, in dem ich auf diesem Blog meine gedanklichen "Notizen" verewige. Meine Lieblings-Genre sind zur Zeit MMO, MMORPG, Hack&Slay, Rennspiele, RTS, TBS, Grand-Strategy und Shooter. Ich besitze zwar auch Spiele-Konsolen wie die Nintendo Wii, Sony Playstation 3, Playstation 4 und einen Nintendo DS, aber spiele auf diesen kaum bis selten.

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