Die Lämmer, das Wolfsrudel und der Einsame-Wolf

Als es dunkel wurde, dachten sich die Lämmer: Och wir können doch noch ein bißchen da draußen auf dem Felde spielen! Statt sich mit Vorfreude auf einen süßen Traum im warmen Stall an die Mama zu kuscheln, schlichen sich die kleinen niedlichen Lämmchen in diese unendliche Dunkelheit. Erst sahen sie ein leuchtendes Augenpaar. Dann blitzten von den anderen Seiten still und fast unbemerkt weitere Augen auf. Und all diese bedrohlichen Augen näherten sich, und näherten sich und näherten sich. Die Lämmer hatten es schon längst gewittert. Aber es war zu spät. Sie waren umzingelt von lechzenden Schnauzen und scharfen Zähnen. Das Gewhine und Geblöcke war nutzlos, und ihre letzten Laute bevor das Unvermeidliche ihren Lauf nahm: Das erbarmungslose Zerfleischen. Dieses Jagen und Zerstückeln. Gar die Kräftigen und Schnellen unter ihnen hatten keine Chance. Am Ende blieben nur Fetzen - und - der Geruch von frischem Blut. Und wenn sich wieder Stille über das Land legt, zieht das Rudel weiter. Auf der Suche nach neuen Opfern...

Commander aufwachen. Commander!

Der Commander hat geträumt. Von einem Online-Spiel. Wie er wieder mal als Einsamer-Wolf durch die Server zog. Halt! Einsamer-Wolf?! Der Commander ist einer dieser Wölfe? Nein, nein. Ist er eben nicht. Sonst wäre er wohl kein EINSAMER-Wolf. Als er noch in einem Rudel war, hat er sich oft auf die Seite der Lämmer geschlagen. Aber viele seiner Mitwölfe wollten lieber reißen, als gerißen werden. Dabei hätten ein Paar Wölfe im Lammfell mehr die Sache fairer gemacht. Aber Gewinnen macht eben mehr Spaß als Verlieren! Egal ob man gewinnt weil die anderen Null Chance haben oder nicht. Das macht dem Commander aber keinen Spaß. Egal auf welcher Seite er ist.

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Commander Z

Bewegte Bilder mit Künstlicher Intelligenz dahinter haben mich immer schon fasziniert. Ich spiele seit Jahrzehnten schon Computerspiele und beobachte den Spielemarkt mit Spannung. Ab und an gebe ich meinen Senf dazu, in dem ich auf diesem Blog meine gedanklichen "Notizen" verewige. Meine Lieblings-Genre sind zur Zeit MMO, MMORPG, Hack&Slay, Rennspiele, RTS, TBS, Grand-Strategy und Shooter. Ich besitze zwar auch Spiele-Konsolen wie die Nintendo Wii, Sony Playstation 3, Playstation 4 und einen Nintendo DS, aber spiele auf diesen kaum bis selten.

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2 Gedanken zu “Die Lämmer, das Wolfsrudel und der Einsame-Wolf

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  2. Ich habe heute zum ersten Mal einen Kommentar löschen müssen, weil er mich in Person beleidigt hat. Ich weiß nicht ob das Absicht oder einfach nur unglücklich formuliert war, aber so konnte ich diesen Kommentar nicht stehen lassen.

    Um hier Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen, habe ich mich doch entschlossen, den Beitrag zu erklären, obwohl ich dachte, dass es nicht notwendig wäre. Traurig finde ich es besonders, dass der Kommentar auch noch von einem Blogger kommt, der selber einen Blog zum Thema Videospiele betreibt.

    Deshalb hier kurz eine "Entschlüsselung" des Beitrags:

    Leser meines Blogs, die meine anderen Beiträge kennen, werden vielleicht wissen dass ich gerne FPS auf Public-Servern Team vs. Team spiele (Battlefield, Quake Wars Team Fortress 2 usw).
    Ich habe nun versucht mit einem Gleichnis so einige Situationen auf Public-Servern darzustellen. Besser: So wie [b]ich[/b] diese Situationen empfinde. Es geht dabei darum, dass auf einem Public-Server plötzlich einige Spieler aus einem Clan auftauchen und durch ihre Eingespieltheit, Koordiniertheit bzw. einfach dadurch, dass sie z.B. Teamspeak oder das spiel-interne VoIP nutzen, der Gegenseite gar keine Chance mehr auf ein faires Spiel geben. Es ist tatsächlich so, dass die Seite ohne Clan einfach nur "niedergemetzelt" wird.
    Ich wollte in die Runde werfen, dass ich den Spaß dahinter nicht verstehe. Die unterlegene Seite hat überhaupt keinen Spaß, weshalb die meisten Leute den Server verlassen. Aber dadurch dass immer neue Leute connecten hat der Clan immer genug "Opfer" um ihre "Siege" zu feiern.
    Das ich dafür ein "brutales" Tier-Gleichnis genommen habe, sollte einfach meine große "Empörung" bekräftigen. Das Reißen von Beute durch Wildtiere wird in Tierfilmen oft und unproblematisch dargestellt, also kann nicht erkennen, dass dies einen Grund für solche eine Beleidigung sein sollte. Aber nach Abzug dieser Möglichkeit fällt mir nichts mehr ein.

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