Archive für das Jahr: 2006

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Ha! Sie haben es wieder benutzt. Für mich das Unwort des Jahres 2006:
"Bei dem Schüler wurden keine Indizien für Killerspiele oder Gewalt gefunden."
Damit reiht sich der Berliner Tagesspiegel auch in den Reigen der Kulturschänder und Demagogen ein. Ob Killerspieler noch irgendwo auf Asyl hoffen können? Vielleicht in einer Kirche oder so?! Vielleicht sollten EA und Konsorten schon mal Auffanglager einrichten und um ihre Zentralen Schützengräben ausheben lassen. Der Krieg hat begonnen! Die Hexenjagd ist im Gange und die Inquisitoren sind uns auf den Fersen.
Auch gestern hieß es in dem besagten Blatt: Zuvor hatten zwei Schüler aus Rheinland-Pfalz gemeldet, dass im Internet ein anonymer Spielteilnehmer des Killerspiels „CounterStrike“ für den Nikolaustag einen Amoklauf an seiner Schule in Baden-Württemberg angekündigt hat.
Dann schickt mir ein Kollege noch diesen Link: "naja,sie sind also auch einer von diesen..."
Ich habe Angst. Nicht vor Killerspiel spielenden Amokläufern. Nein. Bekomme ich demnächst Drohanrufe, werde ich im Büro von Kollegen gemobbt oder gar in der Bahn verprügelt? Oder stürmt bald ein Sondereinsatzkommando meine Wohnung und sie verschleppen mich in ein spezielles Gefängnis auf einer unbekannten Insel?
Sie können auch anders. Und das verwirrt. Zum Beispiel der Tagesspiegel: „Wir produzieren in Deutschland wesentlich mehr Verlierer als andere europäische Länder“ Oder man bekommt solche "unglaublichen" Beiträge im ZDF (!) präsentiert: Debatte um Verbot von "Killerspielen"

Hey Angie! Was geht ab in deinem Land? •

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Ja ihr lest richtig. Zur Hölle mit euch allen!

Stellt euch vor ihr spielt einen FPS (First-Person-Shooter, von Unwissenden auch "Killerspiel" genannt). Sagen wir mal ein Spiel der berühmten Battlefield-Reihe. Nun bemerkt ihr, dass es Tage gibt an denen ihr super "performt" und Tage da will es einfach nicht klappen mit der KDR (Kill-Death-Ratio). Nach einer Weile bemerkt ihr auch noch, dass es zu seltsamen "Begegnungen" kommt. Seltsam? Ja, z.B. ihr schafft es um die Hauptfront zu schleichen, um an eines der Kontrollpunkte weit im Hinterland des "Feindes" zu gelangen. Legt euch in eine Ecke, wo ihr euch "Tod" sicher seid, dass kein Spieler der Welt euch dort so leicht entdecken kann.
Doch plötzlich, taucht ein Gegner um die Ecke auf, schießt kurz auf euch und ihr seid sofort virtuell mausetod. Hmm, da kommen aber Fragen auf: Woher wußte er, dass ich genau dort liege? Aber noch interessanter: Wie konnte dieser Spieler um die Ecke laufen, Zielen und Schießen zugleich? Die Antwort könnte sein: Das war ein erfahrener Spieler. Einer, der alles ownt. Der wußte genau, wenn jemand den Kontrollpunkt einehmen will, dann legt er sich genau in diese Ecke. Hmm. Die gleiche Erfahrung macht ihr aber mit der Zeit an vielen Punkten vieler verschiedener Maps und zu den unterschieldlichsten Zeiten. Ihr denkt natürlich an einen Cheat. Nein? Ich schon.
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Ich habe mal nach langer Zeit wieder angefangen World of Warcraft zu spielen. Zwar spiele ich das nicht mehr so intensiv wie früher, aber immerhin starte ich es ab und an und sammle sogar Erfahrungspunkte und steige im Level auf.
Da ich stark an Open-PvP interessiert bin, spiele ich meine Jägerin auf einem PvP-Server weiter, in der Hoffnung, dass Blizzard es irgendwann mal einsieht und Open-PvP pusht. Zur Zeit sieht es hier aber eher traurig aus. Und oft nervt es, wenn man als Anfang-40er Jägerin der Allianz von irgendwelchen 60ern von der Horde in Stranglethorn, oder wie es jetzt blöd eingedeutscht Schlingendorntal heißt, mit One-Hits beim Farmen oder Questen geplättet wird. Meistens folgt dann ein langes Geganke. Wie viel Langeweile braucht der Mensch für so etwas stumpfsinniges eigentlich? ... weiterlesen

Wider dem Hassschlumpf

Ich muss nach all dem Gemeckere mal wieder etwas positives los werden. Sonst nennen mich viele bald Hassschlumpf.
Ich hatte dieses Jahr auch mal eine positive Überrraschung: Das Echtzeitstrategiespiel Warhammer 40k: Dawn of War. Und zwar vor allem weil es das Spiel bei Saturn für 5 Euronen gibt. Aber seid gewarnt: Wenn ihr das Basisspiel installiert habt, steht euch noch eine mühsame und lange Patch-Tortur bevor. So wars bei mir jedenfalls.
Das Spiel ist sehr schön gemacht, weil die Sci-Fi-Fantasy-Mischung sehr gelungen ist. Aber das ist ja eigentlich das unverwechselbare am Warhammer-Universum.
Mir ist als erstes aufgefallen, dass das Ressourcenmanagement etwas anders ist, als bei den bisherigen RTS-Spielen, die ich so gespielt habe. Das besetzen der Kontrollpunkte eröffnete interessante strategische/taktische Aspekte. Die Kommandanten und dass Handling von Gruppen mehrerer Einheiten eines Typs waren mal was anderes. Auch die Möglichkeit die Einheiten mit bestimmten unterschiedlichen Waffen upgraden zu können, lassen interessante Variationen zu.
Mit den ersen Missionen kam auch die Ernüchterung. Im Prinzip ist es das Gleiche wie die anderen RTS-Spiele: Seek and Destroy. Aber die Geschichte und das design der Einheiten hielten mein Interesse aufrecht.

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Wieder mal Gamer-Roulette gespielt

Nein, keine Angst, ihr habt Weihnachten nicht verpennt und das Jahr ist auch noch nicht vorüber. Doch diese Schachtel im Regal erinnert mich immer wieder bitter an meinen Fehler. Es ist das Spiel, das mich persönlich dieses Jahr am meisten enttäuscht hat: Diplomacy von Paradox.
1. Die KI ist mieser als mies. Es gibt eigentlich keine wirkliche KI in diesem Spiel.
2. Der Matchserver scheint immer leer zu sein. Man muss konventionell über Foren usw. Online-Spiele organisieren. ... weiterlesen